Artikel: BARK und FINK: Wegbereiter für Artenschutz und Planungssicherheit bei der Bahn
„Bahn Artenkartierung“ (BARK) ist das Planungs- und Datenportal zur Erfassung geschützter Arten auf Streckenabschnitten und Bereitstellungsflächen. Es werden Streckenabschnitte identifiziert, die zeitlich und räumlich sinnvoll zusammenliegen, um Kartierungen gebündelt durchzuführen, anstatt für jedes Bauprojekt einzeln. Besonders lohnenswert ist dies dort, wo in Zukunft Baumaßnahmen geplant sind.
„Erstmalig durch BARK wissen wir eigentlich, welche Arten an unseren Strecken überhaupt wo vorkommen. Also Reptilien, Amphibien, Säugetiere jeglicher Art.“
Ende des oberhalb befindlichen Videos
Eine Video-Version mit Untertiteln findest Du hier.
Die gesammelten Daten werden digitalisiert in BARK gespeichert und stehen so allen Umwelt- und Projektmitarbeitenden der Deutschen Bahn zur Verfügung. Damit wird eine fundierte Datengrundlage für die Artenerfassung und deren Ergebnisse geschaffen.
FINK schließt an BARK an
Über das angeschlossene „Fachinformationssystem Natur und Kompensationsmaßnahmen“ (FINK) werden die von BARK gelieferten Daten direkt mit anstehenden Bauvorhaben verknüpft, um mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu dokumentieren. Im Unterschied zu bisherigen Verfahren kann die Bahn mit BARK mindestens ein Jahr früher in die Umweltplanung einsteigen, wodurch Risiken reduziert und Planungs- sowie Rechtssicherheit für Projektleitende gesteigert werden.
Mit dem datenbasierten Ansatz hat BARK das Potenzial, zur größten Artendatenbank Deutschlands zu werden.
Zahlen und Daten
- Das Kompetenzzentrum, das hinter BARK steht, umfasst aktuell 53 Mitarbeitende, von denen drei das Projektteam bilden.
- Seit dem Start im letzten Jahr sollen perspektivisch jährlich 1.500 bis 2.000 Kilometer Artendaten in BARK aufgenommen werden.
- Der Livegang von BARK ist für 2026 vorgesehen.